Sutter Werner, Geb. Datum 15.9.1974

Kurz- bis Halbironman Distanz 

 

Sportliche Stellung: Ausgleich zum Beruf, Freunde treffen

Erfolge: Finisher am 70.3 Ironman 2012 in Rapperswil, sowie einige Triathlons olympischer Distanz in den letzen 7 Jahren und Engadiner Skimarathons

Ziele: Fit bleiben, mit optimiertem Training besser werden

 Alpenbrevet Meiringen 2013

Neben dem Ironman Zürich war das Alpenbrevet in Meiringen die zweite grosse sportliche Herausforderung  in diesem Sommer. Das Alpenbrevet kann über drei, vier oder fünf Pässe gefahren werden, die Silbertour mit 132km und 3875 Höhenmeter, die Goldtour über 172km und 5294 hm, sowie die Platintour mit 276 km und 7031 hm. (Homepage Alpenbrevet: www.alpenbrevet.ch)

Wir entschieden uns für die mittlere Distanz mit 172km und 5294 Höhenmeter. Wir, das heisst ich und vier weitere Kollegen, mit denen ich mich im Frühling am Alpenbrevet  anmeldetet und wir auch einzelne Radtouren im Sommer unternahmen. Neben uns waren etwa 2000 andere Radfahrer angemeldet, wovon dann 800 Fahrern die mittlere Goldtour fuhren, 600 die kürzer Silbertour und etwa 300 die Platintour beendeten. Gerade für Einige der vier Kollegen war die Goldtour eine grosse Herausforderung, da sie sonst keine oder wenige Wettkämpfe mitmachen, dafür aber in diesem Frühling/Sommer etliche Kilometer und Höhenmeter mit dem Rad abspulten. Ich habe diesen Sommer auch schon einige Passfahrt und Trainingskilometer hinter mir, sowie den Ironman Zürich, wo der Durchhaltewille gefordert war. Mit dieser Vorbereitung sollte es für mich aufgehen, das ich über die vier Pässe komme, in einer zumindest mittleren Zeit und noch etwas von der spektakulären Berglandschaft mitbekomme.

Der Start war dann am Samstag 31. August um 6:45 Uhr in Meiringen. Das Wetter war optimal für diese lange Velotour, sonnig und bis zu 25 Grad in den Tälern, auf den Pässen um die 10 - 15 Grad. Das ganze Feld von ca. 2000 Radfahren fuhr gleichzeitig los, die einzelnen Radfahrer verteilten sich rasch auf der nur auf  den ersten Kilometern abgesperrten Hauptstrasse nach Innertkirchen,  die restliche Strecke konnte nicht vom motorisierten Verkehr getrennt werden. Besonders am Schluss bei der Auffahrt zum Susten wuchs der Hass auf die rücksichtslosen, beschränkten Töfffahrer. Sonst gab es keine Engpässe oder wenige gefährliche Situation, welche nicht von einem  selber beeinflusst werden können. Bis zur ersten Grimselpasshöhe fuhr ich mit meinen Kollegen mit, war bis da kräfteschonend aber auch etwas langsam unterwegs. Nach Fotos und der ersten Zwischenverpflegung ging die Abfahrt nach Ulrichen und von da auf den zweiten, den Nufenenpass. Ab dieser Passfahrt fuhr ich alleine weiter und überholte wieder die mich zuvor überholt habenden Radfahrer. Die Abfahrt auf der Betonstrasse nach Airolo lief zügig, mit über achtzig Spitze und vereinzeltem Windschattenfahren. Ab Airolo ging es die Tremola hinauf auf den Gotthardpass. Die Passfahrt auf dem Kopfsteinpflaster ist sehr eindrücklich und auch froh war ich das ich immer noch nach zwei Pässen in konstantem Tempo den Berg hochfahren konnte, ohne zuviel am Limit fahren zu müssen. In der Abfahrt von Andermatt nach Wassen wurde die Zeit nicht gezählt, da auf diesem Abschnitt durch den vielen Verkehr und die Galerien es in den letzten Jahren zu viele gefährliche Situation gab. Hier hätte man sich für länger Verpflegen und erholen können, ohne das es Auswirkungen auf die Schlusszeit gibt. Ich fühlte mich noch ziemlich gut und nahm ohne grossen Unterbruch den letzten Pass über den Susten in Angriff. Wie erwartet war der Susten der härteste Pass, da er sehr langgezogen ist und vor allem als letzter zu bewältigen ist. Die ersten zwei Drittel der 1300hm fuhr ich noch im drittkleinsten Ritzel, konnte es auch fast durchziehen, musst oben etwas nachgeben, da ich müde wurde und es mir leicht schwarz wurde, schon vor dem Strassentunnel. Der Halt bei der Verpflegung nach dem Tunnel auf der Passhöhe war nötig und auch zwei Becher Cola, sowie Früchte und Schokolade. Auf der Abfahrt nach Meiringen erholte ich mich grösstenteils wieder und konnte den letzten kleinen Aufstieg die Aareschlucht bei Innertkirchen wieder mit Zug fahren. Im Ziel hatte ich eine Zeit von 8h 21min, da die 25min von Andermatt nach Wassen abgezogen werden.

Eine offizielle Rangliste gibt es beim Alpenbrevet nicht, es werden jedoch an fünf Stellen die Zeiten mit einem Chip gemessen, sowie die Schlusszeit ermittelt. Jeder kann für sich selber schauen wo er etwa steht, das Zentrale ist die eigene Zeit und das Durchkommen. Der schnellste hatte eine Zeit von 6h 33min, zwei meiner Kollegen Steff und Pascal brauchten um die 10h, Andreas gab nach einem Platten auf, Reto fuhr die Silbertour. Ich mit 8h 21min liege etwa im vorderen Fünftel der 782 Fahrer, welche ins Ziel gekommen sind auf der Goldtour.

 

Racebericht Ironman 28.7.13 Werner

Für dieses  Jahr war der Ironman Zürich das grosse Ziel. Im Winter hielt ich mich mit Langlauf und Joggen in Form. Speziell war das Lauftraining über das Winterhalbjahr in der Umgebung beim Züri-Zoo. Mit der Laugruppe geleitet von Carlos absolvierten wir Steigerungsläufe, die intensiv gelaufen die Laufgeschwindigkeit verbessern. Das eigentliche Triathlon Training mit allen Disziplinen Laufen, Radfahren und Schwimmen begann mit dem Trainingslager auf Mallorca im April. Am Halb-Ironman Rappi am 2. Juni nahm ich Teil, wie im letzten Jahr als ich das erstes Mal in dieser Distanz gefinisht hatte. Aus bekannten Gründen, wegen dem Erdrutsch, konnte dieser Triathlon, der zum Duathlon wurde, nicht beendet werden. Die längeren Radausfahrten für den Ironman fuhr ich dann vor allem nach Rapperswil, im Juni und Juli, als der verregnete Frühling dem Sommer gewichen ist. Die Radkilometer fuhr ich diesen Sommer vermehrt in den Alpen, wo Pässe wie Flüela, Albula, Stilfser Joch, Silvretta Hochalpenstrasse und Lukmanier dabei waren. Neben dem Trainingseffekt sah ich so auch stimmungsvolle, grossartige Landschaften, welche besonders in den frühen Morgenstunden eindrücklich zu erleben sind.

Das Ironman-Wochenende mit dem Ironman Zürich vom Sonntag 28. Juli 2013 begann am Freitag beim Startnummer abholen. Der erste beinahe Hitzeschlag erwischte mich beim Anstehen zur Pasta-Ausgabe vor dem Festzelt in der Mittagssonne. Diese drei Tage wurden die wärmsten im Jahr 2013 mit bis zu 35 Grad. Nach dem Essen fuhr ich mit Thomas die letzten  Kilometer mit dem Rad ab vor dem Sonntag, den See entlang mit dem „Heartbreak Hill“ in Kilchberg. Radfahren ist bei diesen Temperaturen immer noch gut möglich, mit genügend Wasser dabei, mit dem Laufen wird es schwieriger. Besonders barfuß laufen ist sehr kritisch, so verbrannte ich mir auf dem kurzen Weg vom Auto zur Landiwiese die Fußsohlen und es bildeten sich Blasen am Vorderfuß. Vom olympischen Triathlon am Samstag bekam ich leider nicht mehr so viel mit, da das Velo erst am Samstagabend eingecheckt werden konnte. Die Blase am linken Fuss ging auf den Sonntag zurück, die am rechten Fuss leider nicht.

Am Sonntagmorgen vor dem Start zum Ironman um 7:00 Uhr wurde es noch kurz hektisch, da ich einen Parkplatz zu weit weg genommen habe, aber war wie immer bei einem Wettkampf noch rechtzeitig am Start. Barbara und Reto waren auch schon da, für die letzten Glückwünsche zum Durchkommen. Startete im hinteren Drittel im Teilnehmerfeld von ungefähr zweitausend Athleten neben Hani. Mit den Schlägen im Wasser durch das Kraulschwimmen der Mitstreiter ging es einigermaßen, denke weiter vorne ist es noch enger uns schwieriger, das man sich nicht in die Quere kommt. Die Überquerung der Saffa-Insel bei halber Schwimm-Distanz war eine auflockernde Abwechslung, bei der zweiten Hälfte im See wurde es mir zunehmend übel durch den Wellengang und der monotonen Schwimmsicht in die Tiefen des Sees, der Gleichgewichtssinn wurde sehr verwirrt.

Glücklich aus dem Wasser steigen zu können, den richtigen „Bike Bag“ in der Wechselzone gefunden zu haben, ging es weiter auf das Zeitfahrvelo. Die zwei Runden über 90km gingen zuerst dem rechten Zürichsee Ufer entlang nach Feldbach. Noch bei Kräften, bei schönem Wetter und Kulisse, und noch erträglichen Temperaturen gehört diese Rennphase zu den schöneren Teilen vom Ironman, gerade wenn es „läuft“ auf dem Rad mit 40km/h auf ebener Strasse, nicht im oberen Bereich fahrend, da die Reserven bis zum Schluss einzuteilen sind. Auch die Strecke über das Züri Oberland, mit Hombrechtikon, Bubikon, Vorderer Pfannenstil und Forch, fuhr sich gut und auf der Forch vor der Verpflegung, unterstützten mich jeweils Patrick, Angie und Ralf. Der Heartbreak Hill auf der linken  Zürichseeseite ist für einen Amateurradfahrer ganz eindrücklich, mit dem kurzen, intensiven Anstieg und der Durchfahrt in einer schmalen Gasse aus anfeuernden Zuschauermassen, fast wie auf die Alpe d‘Huez bei der Tour de France.

Nach zwei Runden und 180km waren die Beine nicht mehr frisch und ich war froh mit der letzten Disziplin Laufen beginnen zu können. Beim Wechsel zum Laufen war es etwa 14:00 Uhr und die Sonne schien erbarmungslos. Der rechte Fuss mit der Blase war stark aufgequollen, im Laufschuh eingeschnürt ging es wieder erstaunlich gut. Die ersten Kilometer laufen in der Hitze nach dem Radfahren, liefen sich im Schnitt mit ca. 5:00 min/km wie vorgesehen, jedoch machte sich immer mehr die Müdigkeit und die drohende Überhitzung des Körpers bemerkbar. Die noch folgenden 40km schienen in weiter Ferne. Am Rande der Laufstrecke sind viele bekannte Gesichter, die mich lautstark anfeuerten immer weiterzulaufen. Die Positionen der Betreffenden kommen in den folgenden Runden immer wieder in Erinnerung, wenn der Reihe nach u.a. Carlos und Stefan, Anita mit Kids, Barbara mit Fam. Stadler, Rafaela, Patrick mit Angie und Yvonne wieder zu erwarten sind. Kurz davor motiviert, sich wieder zusammenzureißen und möglichst locker und aufrecht zu gehen. Bis zur halben Strecke von Halbmarathon von 21km ging das noch ziemlich gut, die dritte Runde wurde die härteste und der Durchhaltewille überbeansprucht, nahm mir vor, dass dies der einzige Ironman bleibt, in der Hoffnung das ich mich daran erinnere vor der nächsten Anmeldung. Die letzte Laufrunde konnte ich mich wieder besser motivieren, die Sonne schien nicht mehr ganz so intensiv, am Abend stand ein Wetterumbruch bevor. Konnte die ganze Marathondistanz rennen, wenn auch die Kilometerzeiten immer langsamer wurden. Im Ziel war die Erleichterung gross diesen Ironman geschafft zu haben. Die Zeit war erst mal nebensächlich, Rückblickend stimmt die Zeit für mich mit 11 Stunden, 7 Minuten und 31 Sekunden und Rang 379 aller Teilnehmer.

Die ersten Minuten im Ziel setzte ich mich nur, bis wieder erste Lebenskräfte zurückkamen. Thomas, der bereits seit einer Stunde im Ziel war und wie immer schon top erholt, wartete auf mich, Hani und Andreas bis zum Eindunkeln des langen Tages.  Dieser Ironman wird mir in Erinnerung bleiben, zu was man alles fähig ist, wenn der Wille stimmt. Leider entzündete sich in der darauffolgenden Woche die Brandblasen am rechten Fuss noch mehr, das ich für eine Woche nicht mehr richtig gehen konnte. Sonst war ich in den ersten Tagen nur Müde, ohne weitere Beschwerden. 

 

Racebericht Werner 70.3 Ironman 3.6.2012

Für mich gut Vorbereitet, startete ich am Sonntag 3. Juni 2012 am Halb-Ironman in Rappi.

Die Vorbereitung in diesem Jahr begann im Februar mit einer Woche auf Lanzarote im „Profisportcamp“ mit Yvonne, Ernst und Thomas. Ab Mitte März, nach Langlaufende, trainierte ich nach dem einem strukturierten Trainingsplan von Jürgen Sessner. Der Trainingsplan gibt vor, wann was zu absolvieren ist und an welchen Tagen Regeneration ist. Meine Erkenntnis, wenn der Wille da ist, ist auch schlechtes Wetter im Frühling kein Hindernisgrund fürs Training. Nötig ist genug flexibel sein zu können bei der Arbeit, was bei mir in diesem Jahr möglich war.

Die Teilnahme am Teamrun Züri Marathon und am Frauenfeldtriathlon waren gut zur Vorbereitung, auch um den oberen Pulsbereich besser kennen zu lernen. Längere Trainings von über zwei Stunden mit Laufen oder Rad ermutigten zur Erkundung neuer Stecken im Züri Oberland und Umgebung, als Abwechslung zu den Routine Runden um den Pfäffikersee in den letzten Jahren.

In Rapperswil gab auch ich das Rad schon am Samstag in der Wechselzone ab, um am Sonntag alles rechtzeitig am rechten Ort zu haben. Die Rad-, Lauf- und Schwimmstrecken Besichtigten ich die Wochen vorgängig mit Veranstalter und von Neu-TriMotion Raphaela. Somit optimal Vorbereitet und nach einem Teller Pasta im Eisstadion mit Yvonne und Ernst, sollte ich bereit sein für den Halb-Ironman morgen Sonntag.

Am Sonntagmorgen um viertel nach acht in Rappi angekommen, reichte es leider nicht mehr ganz für den Start der Pro‘s und Frauen zu schauen, da der Weg vom Parkplatz Grüenfeld zum Eisstadion zu lange war oder ich zu spät, dafür traf ich die Mitglieder Andreas und Marco auf dem Weg zur Wechselzone.

Mein Start war um 10:00 Uhr im See mit Neopren. Vorher bin ich Patrick begegnet, welcher mit mir startet und wir uns wie früher, meistens auf der Strecke wieder begegnen, da immer endlich stark. Das Schwimmen ging soweit gut, ich fand den Anschluss, musste nicht alleine schwimmen, hatte nur mal kurz einen Krampf, doch der legte sich wieder. Mit 39:36 kam ich aus dem Wasser, für mich zwar gut, doch leider immer noch viel zu langsam zum vorne mitschwimmen..

Der erste Wechsel war nicht ganz optimal, da es wie erwartet lange dauerte den Neoprenanzug abzulegen, und vor allem ich mich ärgerte den „Startnummerngurt“ nicht vorher getestet zu haben, da dieser über die Hüfte rutschte beim aufsteigen aufs Velo und beim „richten“ einen blauen Fleck am Bein durch den Velosattel provozierte.

Die Bike Fahrt mit der BMC-TimeMachine startete ich im hohen Pulsbereich, musste dann etwas zurücknehmen, da es für die restlichen 85 km auch noch reichen sollte. In den Aufstiegen nach Eschenbach und Goldingen nahm ich etwas Tempo raus, der Puls stimmte nun auch wieder. Die Abfahrten nach Laupen und Ermenswil waren der angenehmere Teil, die Strecke dem Obersee entlang und zurück zehrte an den Kräften. Die zweite Runde war etwas langsamer als die erste.

Der zweite Wechsel war mehr oder weniger ohne Probleme, hier gab es weniger Schwierigkeiten.

Das Laufen der 21.1km begann recht gut, ohne grosse Mühen beim umstellen Rad-Laufen. Jedoch wurde es recht warm und schwül, nicht zu vergessen für mich bei diesen Bedingungen zu trinken. So nutzte ich jeden Getränkestand für einen Becher Wasser oder Schwamm. Die Kräfte wurden langsam weniger, der Kilometerschnitt folglich immer ein bis zwei Sekunden langsamer. In diesen Momenten kamen die Grundlagen des Trainings zur Anwendung, das ich trotz allem noch einen ansprechenden Halbmarathon laufen konnte.

War sehr froh im Ziel angekommen zu sein, mit einer Zeit von 4:57:59, knapp unter fünf Stunden, mit Rang 78 in der Alterskategorie und Rang 410 Gesamt. Thomas kam kurz darauf in ins Ziel, er war jedoch 40 Minuten nach mir gestartet. Im Ziel traffen sich immer mehr TriMotions, um in der Eishalle aufzutanken und die letzte Pasta für heute zuessen und die Leistungen Revue passieren lassen.