Götz Thomas, Geb. Datum 10.11.1972

Kurz- bis Ironman Distanz 

 

Sportliche Stellung: durch die Jahre vom Triathlon Virus gepackt, mittlerweile mit ambitionierteren Zielen ohne die Freude und Lockerheit zu verlieren! 

Erfolge: Ironmanfinish im 2008/2010/2013, 2016 mit Rang 7 AK und Quali Kona, in Zürich und 2015 in Frankfurt mit Rang 20 AK,

Qualifikation und Teilnahme an der 70.3 Ironman WM in Clearwater 2008/2009, Las Vegas 2013,  Mont-Tremplant 2014,  Zell am See 2015, Chattanooga TN 2017

1. Rang 2017 70.3 Oceanside CAL und Quali für WM in Chattanooga TN, 6. Rang 2016 und 8. Rang 2015

2. Rang am 70.3 Ironman South Afrika 2013,

3. Rang 70.3 Ironman Mallorca 2016, 1. Rang Staffeln mit Ernst 2015,

6. Rang 2016 70.3 Rappi, 9. Rang  2015

diverse Top Ten Plätze an nationalen Triathlons,

New York Marathon 2011 in 3h 01min 09sec. Berlin Marathon 2013 in 2h 54min 55sec. Overall 730. Rang!    

Ziele: Mit Quali und Finish Hawaii 2017 in 10:03:36 und Rang 71 erreicht!

Wiedermal nach Hawaii und unter 10h bleiben

Ironman Frankfurt 5.7.15

Meinen Racebericht möchte ich für einmal von der mentalen Seite her aufbauen bzw. erläutern. Für Aussenstehende und nicht unbedingt Sportinteressierte ist dieser Aspekt nicht wirklich präsent und solche Herausforderungen werden schnell nur als verrückt, das sind Spinner, was muss der sich beweisen, betitelt.

Der erste Schritt in dieses Abenteuer beginnt mit der Anmeldung ein Jahr zuvor, wobei dies nur schon ganz was anderes ist ob man sich zum ersten Mal anmeldet oder nicht. Als Wiederholungstäter beginnt dann eigentlich schon die theoretische Vorbereitung. Die richtig seriöse Vorbereitung beginnt dann bei mir jeweils zum Jahreswechsel mit den Langlaufeinheiten welche eine gute Grundkondition fürs ganze Jahr bilden. Weiter sind die Zielsetzungen für den Tag X natürlich auch nicht unrelevant, denn dies bestimmt die Vorbereitung. Würde ich einfach „nur“ mitmachen wollen um wieder einmal mitgemacht zu haben sähe das Programm weniger strukturiert aus, weil ich ja weiss, dass es möglich ist für mich. Dieser Aspekt beeinflusst aber auch den strukturierten Weg mit Zeit oder Rangziel vor Augen. Ich weiss die ganze Vorbereitung lang und an der Startline, dass ich es ins Ziel schaffen werde, ausser spezielle äussere Einflüsse zwingen einem zur Aufgabe natürlich. Nur schon dieser Gedanke ist das ganze Jahr über so wichtig. Bei den Halbironmans kommt doch immer wieder der Gedanke auf, wie zum Teufel soll ich das doppelte Radfahren und Laufen, ich hab doch jetzt schon genug! Alles egal, am Tag X schaff ich das, hab ich schon mehrmals geschafft, also kein Problem! Die vielen Trainings, das Verzichten auf so vieles während dem Jahr lässt einem den Tag X als Belohnung für seine Arbeit das ganze Jahr über erscheinen. Ich will dann endlich umsetzten wofür ich gearbeitet habe! Und wieder ist es unmöglich (immer wenn nichts aussergewöhliches, gesundheitsgefährdendes dazwischen kommt) am Tag X nicht finishen zu können, ich will, ich hab mir den Arsch dafür aufgerissen, es kann kommen was will, ich werde den Tag meistern, geniessen, mein Bestes geben und Stolz über die Finishline laufen!!

So und dann wurde es Juli und die Wettervorhersagen sagten für das Weekend in Frankfurt Rekordtemperaturen von bis 40c voraus! Problem? Nein, was solls, am Tag X kann kommen was will, ich stelle mich auf die Hitze ein und dann wars das… Im Klartext heisst das: Die ganze vorherige Woche viel trinken, schlafen und nicht unbedingt stundenlang an der prallen Sonne stehen. Am Renntag offener Radhelm, Armlinge um diese mit Wasser nass zu halten und bei jeder Verpflegungsstelle die erste Wasserflasche für die Kühlung des Körpers brauchen. Mehr flüssig, auch mit Wasser, ernähren als sonst. Beim Laufen dann sowieso immer wieder „duschen und möglichst Eis „mitschleppen“… Nächster Punkt, wird wohl noch mit Neo geschwommen? Der Langener Waldsee wärmt sich sicher sehr schnell auf. Das heisst Speedsuit mitnehmen und auf die gesammelten Kilometer im Wasser vertrauen. Zusätzlich darf ich ja mit der ersten Gruppe von nur ca. 500 Athleten in den See und habe so mehr Freiheiten und noch nicht so viele Wellen. Strömung hat der kleine See im Vergleich zum Zürichsee sowieso keine.

Freitag 3. Juli Anreise, Check-Inn, Wettkampfbesprechung

Früh morgens bin ich mit dem Auto alleine nach Frankfurt gefahren. Nach dem Hotel Check-Inn folgte der Athleten Check-Inn und danach die Wettkampfbesprechung auf dem Frankfurter Römer bzw. den Tribünen der Finishline. Jetzt schon über 30c. Die Organisatoren gaben alles und beeilten sich, Wasserbecher wurden ständig herumgereicht, perfekte Organisation! Nach dem Schländern durch die Expo genoss ich eine Massage und das Wellness im Hotel. Um 19.00 Uhr war dann Welcomeparty mit Pasta angesagt und danach um 21.00 Uhr kamen meine Supporter Familie Phillips sowie Barbara mit Lara mit dem Zug an.

Samstag 4. Juli, Warm-up, Badi, Rad Check-Inn, Nachtessen

Nach einem ausgedehntem Frühstück alle zusammen im Hotel machte ich mich über Mittag auf zum Warm-up mit 70‘ Radfahren und 20‘ Koppellauf. Ach wie schön warm ist es doch :-) Alles perfekt gelaufen, ich fühlte mich super und bereit für den nächsten Tag. Danach traf ich meine Supporter im städtischen Freibad. Schon die Parkplatzsuche war unglaublich, aber nachher in der Badi… Wahnsinn die Leute!! Nach dem planschen mit den Kindern versuchte ich noch 10‘ mit dem Speedsuit Slalomeinschwimmen… Nächstes Traktandum das Check-Inn am nicht mindern bevölkerten Waldsee. Die Autos parkten überall, auch auf der Schnellstrasse und so stand dann mein Auto halt auch mitten auf der Zufahrtsstrasse zum See. Der Check-Inn des Rades ging schnell und so konnte ich noch bisschen die Lage checken und dann ins Hotel zurück fahren wo uns danach ein super Italiener neben unserem Hotel inkl. Glas Rotwein verköstigte. Um 22.00 Uhr gings ab im Einzelzimmer ins Bett.

Sonntag 5. Juli, Raceday

4.00 Uhr Tagwache und um 4.15 Uhr holte mich Paul ab zum frühstücken. Meine Nacht war gut, auch ich brauchte mal bisschen länger zum Einschlafen aber ausser zwei kurzen Aufwachphasen schlief ich wunderbar. Kurz vor 5 Uhr machten wir uns dann auf zum Shuttlebus an den See. Es war angenehm warm um diese Zeit, ist doch schön nicht frieren zu müssen. Am See angekommen hiess es das Bike mit Getränken und Food zu beladen und die Radschuhe zu montieren. Ein obligater WC Stopp gehörte dann auch noch dazu um dann ca. 25‘ zusammen mit Paul den Speedsuit überzustreifen und ein bisschen einzuschwimmen. Der See war fast wie eine Badewanne, 26,5c!! Die Anspannung stieg, Nervosität eigentlich nicht, ich wusste was kam, war für den Tag X vorbereitet und ready einen unglaublichen weiteren Ironmantag zu erleben inmitten fast 3000 Agegrouper und den besten Profis der Welt. Ca. 10% verzichteten bereits vor dem Startschuss auf das Rennen, zu gross war der Respekt vor der Hitze und dem Non Neoswim. Nach dem Handshake mit Paul gings rüber zu meiner kleinen Startgruppe. Ich stellte mich schon mal ganz vorne ein um den Start der Pros in wenigen Meterabstand mitverfolgen zu können. Ein Gemisch aus Stille bei den Athleten und Background Geräuschen lassen die letzten Minuten ganz speziell werden, jeder kehrt in seine Welt zurück und erwarten seinen Startschuss. Nach den Pro Men waren die Damen mit unseren zwei Girls Ryf / Steffen an der Reihe, 8 min danach waren wir dran. Ganz vorne stehend war ich mit das erste Mal im klaren, dass ich gar nicht wusste wo wir hinschwimmen mussten… Der Plan war zwar ausgedruckt aber nie wirklich angeschaut worden. Was solls, schwimmen, schwimmen und nochmals schwimmen, es werden sicher ein paar wissen wo durch. Mein Film lief schon ab, ich wäre überall reingesprungen und dann machte es „päng“. Drei Meter Spurt ins Wasser und 50 Meter Sprint im Wasser. Ich konnte mich so in den vorderen Reihen behaupten und schnell einen guten Rhythmus schwimmen im sehr angenehmen, sauberen See. Ich wusste es ging hin und her im See, aber war nun der Landgang nach der kürzeren oder längeren Distanz? Das Gefühl sagte wir sind schnell unterwegs also kam jetzt die längere Seite? Meine Pace fühlte sich immer noch gut an und ich konnte mich auch auf meinen Schwimmstil und den Wasserschatten der anderen konzentrieren. Wir schwammen immer weiter weg vom Start und so war ich dann doch froh eine 90 Grad Wende machen zu können um am Horizont den Powerbarbogen zu sehen. Schwimmen ist ja schon schön aber irgendwann reicht es dann doch. Der Lauf über den Strand in die Wechselzone passte und meine Uhr sagte 1h8min, na ja nicht super (sollte mich geirrt haben es war 1h3min und so wie mein Gefühl eigentlich, super!) aber wenigstens schneller wie in Zürich vor zwei Jahren. Wie immer war das Anziehen der nassen Armlinge kein Zucker schlecken, auf die Wadenstrümpfe verzichtete ich vorerst, die sollten dann beim Laufen kommen. Beim Ausgang aus den Zelten liess ich mich noch zünftig mit Sonnencreme einreiben, denn auch eine verbrannte Haut braucht Energie und die konnte ich selber brauchen. Mein Rad stand fast ganz vorne im Ständer und so konnte ich schön ohne Rad bis nach vorne laufen. Rad gepackt und rauf Richtung Innenstadt. Es fühlte sich gut an und ich freute mich nach ca. 10km in der Stadt meine mitgereisten Supporter zu sehen. Paul der die 14km vom See zurück joggte sah ich bei der ersten Brücke. Die Ladies und Kinder 500 Meter weiter hinten. Es lief mir Kalt den Rücken runter die Kleinen und natürlich grossen Hopp hopp hopp rufen zu hören. Ich verabschiedete mich für ca. 2,5 Stunden wenn ich auf die zweite Runde kommen würde und war wild entschlossen sie heute nicht zu enttäuschen und bis zuletzt alles zu geben. Ich fand auch auf dem Rad einen guten Rhythmus und nahm wie vorgesehen den Powerschnitt unter 200 Watt zurück. Die Kilometer purzelten und die Temperaturen stiegen. Alle ca. 20-25km hiess es an den Verpflegungen zu tanken. Wasser für die sofortige Kühlung, neuer Wasserbidon für Kühlung unterwegs, Wasser sonst und neuer Powerbarbidon, stress pur an den Verpflegungen. Banane gabs auch noch und hin und wieder zusätzlich Gel zu all dem was ich selber dabei hatte. Ich war regelmässig am verpflegen mit Darvida, Waffel, Gel und Getränken. Der Motor lief und ich fuhr mein Tempo, lies mich nicht mitreissen von den Jungs mit Aerohelmen die hie und da an mir vorbeifuhren, wir würden uns auf der Laufstrecke wiedersehen aber anders herum, prophezeite ich voraus… bei mir lief alles super und ich hatte meine Garmin mit 5km Laps eingestellt und machte da einen Rechnungsfehler den mir aber im weiteren Verlauf noch helfen sollte. Ich rechnete aus, dass ich für den 35km/h Schnitt den ich mir vorgab, die 5km jeweils in 7,5 min abspulen musste… das wären dann 40km/h. Es war zum heulen, ich fühlte mich doch gut aber nur wenn es wirklich bergab ging passte das… Egal, das Rennen war noch lang und nach dem Heartbreak Hill 15km vor Frankfurt kam Tour de France Stimmung auf. Bald danach passierte ich zum zweiten Mal Frankfurt, am Wendepunt ballte sich nun die Menschenmenge und kurze Zeit später jubelten mir meine Supporter zu und Lara erwiderte blitzschnell mein fliegendes Küsschen, Hühnerhaut bei sicher schon über 30c! Ich freute mich auf die zweite Runde, fühlte mich pudelwohl und war topmotiviert! Wieder ging es raus aufs Land und die welligen Geraden, leider mit langgezogenem Rauf und kurz und steiler runter. Bei ca. KM 140 breitete ich mich mental schon ein bisschen auf den Lauf vor, das Glückgefühl erhöhte sich als ich mal die Gesamtdauer auf dem Rad checkte. Moment, war das möglich, mein Schnitt scheint ja doch sogar über 35km/h zu sein! Geil, rechnen ist halt Glücksache und normalerweise habe ich den grossen Garmin dabei und da seh ich alles auf einmal, aber eben, der blieb leider in der Schweiz und auf der Uhr hatte ich nur die wichtigsten Datenfelder eingerichtet. Am Wendepunkt im Norden der Strecke angekommen bei einem kleinen Anstieg dachte ich plötzlich hopple das geht ja richtig bergauf! Egal darf mich ja auch mal nicht so gut fühlen. Bei KM 150 dann die Erkenntnis, verdammt, was ist los, komm weiter, go go. Die nächste Verpflegung meine Rettung? Die kam aber erst bei ca. KM 160. Kurz zuvor war ich aber schon platt aber endlich, Flasche Cola trinken, Banane, Gel konnte ich nicht mehr sehen. Ich kämpfte, der Heartbreak Hill, ein Hügelchen, wurde zum Matterhorn! Flasche urplötzlich Furztrocken, aber es waren ja „nur“ noch 20k und nach Frankfurt runter die letzten 10k kann ich ja rollen lassen. Zum Rollen lassen muss man aber doch auch noch die Beine drehen, hat ja kein Starlauf… Plötzlich spürte ich die Hitze, der Wind nahm zu, ein Porpellerfön mit gefühlten 60 Grad blies mir entgegen. Ich musste mich konzentrieren nicht vom Bike zu fallen. All die Träume plötzlich vorbei, Nein das konnte doch nicht sein, mein Schnitt war wider erwarten so gut und jetzt das!! Ich wurde böse auf mich selber, du kannst dich selber doch nicht im Stich lassen! Meine Fans in der Stadt welche ich erst nach ca. 6km Lauf sehen würde! Ich pushte mich, versuchte alles und als die Abfahrt kam musste ich froh sein fahren lassen zu können! Wo wir in der ersten Runde fast 60km/h drauf hatten brachte ich mit Mühe einmal 40km/h drauf. Endlich die Wechselzone, noch runter vom Rad und hinsitzten. Ups wie ein 80 Jähriger mit gebücktem Rücken den Wechselbag schnappend ins Wechselzelt mit gefühlten 50 Grad. Mir wurde kalt!! Jetzt Marathon, ich war leer, Tod, am Ende! Nein das kann nicht sein, meine Stärke das Laufen, mit ich mich in die Top 15 arbeiten wollte, egal auch wenn dieses Ziel nach diesem ende des Radfahrens wo ich sicher 10min oder mehr verlor, aussichtslos schien, jetzt erst recht, ich werde diesen Marathon laufen und trotzdem Leute einsammeln, die mussten sicher auch leider, ich liebe ja diese Bedingungen, weil ich mich besser als andere darauf einstellen kann. Come on, anziehen und nächstes Ziel Verpflegungsstelle. Unglaublich, in 2-3 Minuten gehen Sachen im Kopf vor wie sonst in Stunden nicht. Ich stand auf, oh je, laufen ja aber bitte langsam! Endlich Verpflegung, ich schüttete alles rein worauf ich Lust hatte. Wasser und Eis über den Körper und weiter. Nach 2,5km die nächste Verpflegung und das selber Spiel! So jetzt, keine weitere Energie brauchen und im „Standby“ Modus nur so viel brauchen wie es bis zur nächsten Wechselzone reicht. Mittlerweile war mein Laufstil wieder vernünftig und ich lief eigentlich locker unter 5 min Schnitt. Nach 5 km wollte ich mal bisschen puschen aber merkte sofort das der Kopf bzw. Körper so zu viel Körner verbraucht und es mir schon komisch wurde. Wieder 4.45 /km laufend klappte es wieder Tip Top… dann kamen meine Supporter die ich schon weitem sah und hörte, ich blieb stehen, wollte erzählen, war natürlich doch enttäuscht aber Barbara lies kein Stehen zu; „los weiter, kannst im Laufen erzählen“, ich lief weiter und versuchte kurz mein Radtief zu beschreiben. Es interessierte sie nicht wirklich, was genau das richtige war; „verdammt, alle leiden, die sehen alle noch beschissener aus als du! Viele sind gar nicht erst gestartet, go go go“. Ich fasste neuen Mut, genau das braucht es an so einem Tag, selber kann man die allgemeine Situation nicht einschätzen, von aussen ist geht das und dann braucht es wenige richtige Worte um das Motivationspendel umschlagen zu lassen. An der Position wo alle standen ging es an einen Turnover und zwei Km später war ich wieder bei ihnen. Alle feuerten mich weiter an, Lara schaute etwas verunsichert, ihr Papi schien wohl vorher nicht so eine gute Falle gemacht zu haben…. Die erste Laufrunde war zu ende, die zweite Frau überholte mich auf der dritten Laufrunde und ich konnte mich beim Begleitvelo nach der Situation erkundigen. Daniela war auf Platz 1, auf dem Rad entwischt, Caroline auf Rang 3, geil Hopp Schwiiz!! Mein Lauf weiterhin in diesem Tempo mit Puls knapp bei 140 eigentlich problemlos. Es reizte unheimlich einen draufzulegen, aber nur wenig mehr und der Körper sagte, Stopp, willst Du ins Ziel!? Ich wollte und war nur am überholen, also was solls, geniesse es so wie es ist, Geil ist es eben trotzdem, Mensch Du darfst, kannst einen Ironman absolvieren, sei glücklich darüber und freu dich sonst musst Du nie mehr kommen. Halbmarathon vorbei und mit 1:46.30 doch noch immer passabel unterwegs, allenfalls liegt doch noch eine Marathon unter 3:30 drin. Ich genoss also die dritte Runde auf welcher ich mit Herrn Raelert Bekanntschaft machte, er doch schön zügig an mir vorbei, Herr IIanos weniger, der ging nämlich und ich überholte ihn… Bei meinen Supporter schnappte ich mir ein weiteres Mal Motivation und mein vorbereitetes RedBull welches ich oben bei der Brust im Trikot auf dem Schwamm transportierte. Daneben immer mit Eis gefüllt blieb das schön kalt und ich konnte auch immer wieder einzelne Eiswürfel runter in den Schritt und Beine lassen. Mit den stetigen Abkühlungen alle ca. 2km war die Hitze kein Problem, alles Einstellungssache und ja aber nie an einem Posten vorbei ohne Wasser über den Kopf. Die Stimmung im Verbleich zur Radstrecke nicht zu vergleichen, auf den 10km Runden war immer was los, hier trotzten die Leute der Hitze, draussen auf dem Rad war das eher der Fall. Runde drei vorbei, kurz vorher nochmals ein letztes Shake Hand mit Paul und dem Versprechen auch die letzte Runde richtig zu geniessen, sie mussten nachher in Richtung Ziel mit den Kinder, 2km braucht mit ihnen etwas länger… Ich genoss wirklich die letzte Runde, Ironman, dass macht man nicht alle Tage und Marathon ist eben wirklich der Cool Down für uns Triathleten :-) KM 41, nur noch wenige Meter bis zum einbiegen in den Zielkanal rauf zum Römer. Nirgends auf der Welt ist der Zieleinlauf spektakulärer und voller tobenden Leuten, 500 Meter rechts und links abklatschen, jeder ist der Star wenn er hier durchläuft. Vor mir noch ein Finisher aus der Schweiz laufend überquere ich mit Gänsehaut und den Worten des Speakers „You are an Ironman“ die Zielline und sehe 9h 58 min 18 s, Wow, doch noch unter 10 Stunden, Geil Geil Geil!! Nach kurzem Gang und Relax in der Finscherarea, entdecke ich weiter hinten meine Supporter, Wow wird sind alle aus dem Häusschen, danke danke vielmals fürs fanen!! Dann sagt Barbara, „he weisch wievilte das bisch?“ Nei, öppe Top 50 hoff ich! „Du bisch zwänzigschte!!“ Hä, nöd mögli, sind dann scho all im Ziel au die wo 10‘ spöter gstartet sind? Ja sie waren es, ist 20 min nach meinem Zieleinlauf. Das gibt’s doch nicht, nein so gut, oder nein so schade, was ist mit der Quali, ich weiss doch etwa bei Top 15 kann man beginnen zu träumen! Kurz gesagt am nächsten Mittag bei der Slotvergabe, obwohl unsere AK mit zwei Plätzen aufgestockt wurde, der 17. Rang packte den letzten Slot :-( In dem Moment gemischte Gefühle, so konnten wir im Oktober nur Ferien machen. Nach ein paar Tagen natürlich doppelt schade, man realisiert das Erreichte und hätte bei einem perfekten Tag vieles mehr erreichen können. Einerseits zufrieden und Stolz sein was ich geleistet habe und andererseits Motivation was für Potential doch noch vorhanden wäre :-)

Es war mein eindrücklichster Ironman (3 x Zürich) bisher, der Zieleinlauf beim ersten Mal ist sicher nie wegzudenken aber dieses Mal erlebte ich den Tag viel Intensiver, ein Glücksgefühl begleitete mich den ganzen Tag. Dies sicher auch um meine besten Freunde und Familie, danke Euch von Herzen, dass ich das mit Euch zusammen erleben durfte!! Werde „überall“ auf der Welt für Euch beim Ironman dabei sein…



Racebericht Thomas 70.3 WM Las Vegas 8.9.13 

Seit dem Uster Tri war ich nun erkältet und stieg damit in den Flieger zur Wüsten WM, super Vorbereitung... Die USA erwartete mich mit fast zwei Stunden Immigration und Connection Flight verpassen. Zum Glück konnten wir, Silvia mit Freund Roman die auch startete und betroffen war, den Flug auf eine AA umbuchen da wir sonst erst am nächsten Tag hätten fliegen können! Angekommen in LV schaffte es unsere Bikes natürlich nicht, bravo! Dafür kamen schon bald Marco und Urs daher um mich abzuholen. Der Donnerstag galt dem Shopping sowie erste Erfahrungen mit der Hitze draussen und Kälte drinnen, AC lässt grüssen. Super mit meiner Erkältung, Pullover/Schal an und ab! Die erste lockere Lauf und Swimeinheit folgten und es war brutal in dieser Hitze! Am Abend dann Erfahrungen im Nachtleben mit "O" Show und diversen Clubs. Am Freitag stand dann das Abfahren der Radstrecke und inspizieren der Wechselzonen an. Im Auto wollten wir den Teil im Nationalpark befahren, was und auch mit grosszügigen „Umwegen“, bzw. verfahren gelang. Als wir einmal kurz ausstiegen erschlug es uns fast! Über 40c heiss, das würde ein Kampf ums überleben werden! Zum Glück war ein bisschen Abkühlung aufs Weekend mit "nur" rund 35c angesagt... Es sollte ganz anders kommen! Am Samstag machten wir dann kurze Erfahrung mit dem Lake Las Vegas. Pfui Tüfel, trüb und stinkig... Die Wechselzonen ebenfalls nicht sehr anmächelig, der ganze Event inkl. Welcomeparty und Organisation alles andere als WM würdig! Eigentlich komisch, in Clearwater vor vier Jahren war noch alles perfekt durchorganisiert. Der Bike und Bag Check-Inn verlief ebenfalls sehr Freestyle, ob das nur gut kommt! Dann Urs und ich früh ins Bett, Marco natürlich raus ins Nachtleben. Sonntagmorgen, Raceday. 04.00 Uhr Tagwache, Toast mit Honig verzehren und dann raus ins Abenteuer! Schock!! Tür auf und es regnet wie aus Kübeln!! Das gibt‘s ja nicht, verkehrte Welt. War das nun positiv oder negativ. Normalerweise negativ aber hier? 40c oder ca. 22c und nass. Ich denke alle waren froh darum auch wenn sie die Grenzerfahrung mit der Hitze als grössten Challenge hätten meistern wollen. Wir waren so geschockt, dass wir ohne jegliche Regenutensilien das Haus verliessen und bis zum Start klitschnass wurden. Um 6.30 Uhr begann das interessante Race mit dem Kanonenschuss für die Pros wo sich vor allem Ruedi Wild einiges vorgenommen hatte. 7.04 Uhr war Urs und um 7.28 Uhr ich mit der grössten Aegegroup 40-44 an der Reihe. Schon das Warten an der Startlinie verlief nervös und mit einigen Tritten. So sollte es auch während dem Schwimmen immer wieder zu kleinen Rangeleien kommen. Mit 26c Wassertemperatur wurde natürlich ohne Neo geschwommen. Ich kam eigentlich gut durch wobei ein bisschen der Zug fehlte und es in der trüben Suppe schwierig war sich zu orientieren. Raus aus dem Wasser elend lang rund um den See in die Wechselzone und rauf aufs Rad. Es regnete nun wirklich Bindfäden. Wenigstens wurden wir so vom dreckigen Seewasser gewaschen… Nach den ersten Aufstiegen hoch auf den Highway führte der Weg ca. 40km rein in den Lake Mead National Park. Langgezogene Wellen mit dem Wendepunkt ca. 300 höher als der Start. So gab es immer wieder ultraschnelle langgezogene Abfahrten mit bis 70 km/h und lange Aufstiege im strömenden Regen. Ich fühlte mich eigentlich sehr gut und das abwechslungsreiche Fahren war richtig geil… Leider machte sich nach 20km wieder mein linkes Knie bemerkbar, hielt sich aber stabil und störte nicht wirklich. Die letzten 10km rein in Stadtnähe hiess es dann durchbeissen. Da ging es nur noch hoch und man sah wer vorher zu viele Körner verschossen hatte. Der Himmel hatte sich nun gelichtet und die ersten heissen Sonnenstrahlen zeigten sich. Es wurde immer tüppiger aber dank doch nur ca. 30° absolut erträglich.

Der Wechsel ging gut und nun galt es drei Runden à 7km zu absolvieren. Diese Runden hatten es in sich, es ging entweder bergab oder berauf und das jeweils währen 1-1,5 Kilometer! Zu Beginn versuchte ich gleich ein regelmässiges gutes Tempo bergab einzuschlagen. Schon bei der ersten bergauf Etappe merkte ich dann was uns allen erwarten würde. Bergauf ist es so schwierig ein anständiges gleichmässiges Tempo zu finden um nicht zu explodieren. Ende der zweiten Runde bekundete ich dann Mühe und ich spürte dass mir der Saft bzw. Substanz etwas fehlte. Ich machte kurzen Halt beim nächsten Verpflegungsposten und gönnte mir ein paar Bissen Banane und ein ganzen Becher kühles Cola. Bald ging es nun bergab am Ziel vorbei in die letzte Runde und ich fühlte mich wieder bereit. Neu gestärkt und motiviert wegen der letzten Runde puschte ich nochmals so gut als möglich und konnte wieder steigern. Unter den Zurufen der Zuschauer und natürlich Marco und anderen Schweizer Supportern sprintete ich ins Ziel, hinter mir wollte mich nämlich noch einer packen… Glücklich und zufrieden überquerte ich in 4h 56 min die Ziellinie um dann alsbald einen riesen „Plämpu“ umgehängt zu bekommen! Weiter hinten erwartete mich dann auch schon Urs der rund 25 min schneller war als ich und die Top 10 seiner AK nur um 1,5 min. verpasste und 13. wurde, super, Glückwunsch!

Nach kurzer Stärkung wollten wir als gleich nach Hause duschen gehen, dass gab es da nämlich nicht, keine Duschen, keine Massagen, kein gar nichts! Check-out der Horror… Ein Bag von mir nicht mehr da, hoffen auf Lost and Found am nächsten Morgen! Zum Glück war er dann da und ich konnte beruhigt in den Flieger den Heimweg antreten. Der Event hinterlässt leider ein nicht WM würdiges Bild, schade, Clearwater war noch so perfekt durchorganisiert und nun dies. In Zukunft wird die 70.3 WM jeweils jährlich seinen Standort wechseln, vielleicht gut so, da geben sich alle bisschen mehr Mühe! Fazit aber sonst natürlich ein super cooles Erlebnis mit Las Vegas und mit Marco und Urs zusammen. Cool das ihr dabei wart!

 

 

Racebericht Ironman 28.7.13 Thomas

Nach der Absage des letztjährigen Ironman Frankfurt mit Ziel Quali für Hawaii stand dieses Jahr das Erlebnis Ironman im Vordergrund. Dies umso mehr da ich im Januar überraschend  mit der Quali für die 70.3 WM in Las Vegas im Gepäck aus Südafrika zurück kam. Ich konnte also ohne Druck die Sache in Angriff nehmen. Das schlechte Wetter bis Ende Juni fürs Training und das Gefühl das der Körper irgendwie das Training nicht so umsetzte stimmten mich dann aber ein bisschen nervös, es gab nach 3 Jahren Unterbruch doch wieder eine Langdistanz zu bestehen. Der Juli bescherte mir dann doch noch gutes Training wobei die ganz langen Radausfahrten fehlten. Der Tag der Wahrheit näherte sich und mit ihm und den extremen Temperaturen ein völlig neues Rennen. Schwimmen ohne Neo, Radfahren und Laufen bei extremer Hitze stellte die Renneinteilung auf den Kopf. Ich entschloss mich nach dem schwimmen so gut als möglich zu bekleiden was einen Ultra langen Wechsel zur Folge haben würde. Diese Stoffe die zur Kühlung jeweils nass gemacht wurden entpuppten sich als Glanzlösung. Nun aber erst mal zum Rennen. Pünktlich um 7.00 Uhr wurden wir (Andreas, Hani, Werner) mit weit  über 2000 Athleten auf die Reise geschickt. Der Zürisee kochte! Nach Anfänglichen Rangeleien konnte ich mich jeweils eher am Rand gut hinter ein paar Beinen einordnen. Die Temperatur mit knapp 26c war wirklich angenehm zum schwimmen. Nach der ersten Runde und kurzem Landgang und Blick auf die Uhr wusste ich was der Neo wirklich ausmachen würde. Rund 10 min oder 15% länger würden ich/wir uns im Wasser befinden. Vom Kraftaufwand her kein Problem das da nun wenigstens der Neo die Beweglichkeit gar nicht einschränkte. Nach 1h 12min aus dem Wasser den Wechselbeutel fassen und rein ins Zeit. Wie erwartet dauerte das Anziehen der engen Wadenstrümpfe und Armlinge zusammen mit Socken, Radschuhen, Brille und Helm eine Ewigkeit. Rund um mich setzten mehrere Athleten und waren viel schneller. Aber nicht zu Beginn sondern am Ende wird abgerechnet... Flott auf dem Rad dem See entlang hielt ich bewusst zurück und war erstaunt das der Tacho immer über 40km/h anzeigte und mich niemand überholte. Wichtig war nun von Anfang an die Verpflegung und Kühlung. Ziel war es bei jedem Verpflegungsposten min. eine ganze Flache Iso und Wasser nachzufüllen. Das Wasser verteilte ich regelmäßig auf Armlinge, Beine, Kopf und Nacken. Die Wirkung durch den Fahrtwind war perfekt, Klimaanlagefeeling! Ich hatte so nie das Gefühl mein Körper sei wärmer als sonst. Was halt anders ist bei heissen Tempis ist das Ernähren, Essen. Versuchte ich zu Beginn noch zu frühstücken (kleines Sandwich) und danach mit den früher bekannten Gels ( neu gibt es trinkfertige Hydogels) zu ernähren, wurde es mir von diesem heißen Gel ganz komisch im Bauch. Ich wollte in Feldbach noch aufs Klo, lies es dann aber bleiben. Es ging dann ganz gut aber das Unwohlsein war irgendwie präsent. Nach den Aufstiegen auf Pfannenstiel und Forch musste ich dann den Halt im ToiToi einlegen. Die Erleichterung, die alten Gels kamen gleich weg, die neuen Hydros mussten nun ihre Arbeit tun was auch gelang. Zurück in Zürich war der Heartbreak Hill natürlich das Highlight. Durch ein Menschenspalier zu fahren ist schon ein cooles Feeling! Ich fühlte mich bereit für die zweite Runde und war gespannt wie diese läuft da ich bewusst Gas weggenommen hatte und nach Plan fuhr. Dem See entlang war der Wind nun aber doch spürbar und des Öfteren der Tacho unter 40km/h. Irgendwie lies ich das gewähren, hatte ich doch Respekt vor dem was noch kam und der Biss fehlte ein wenig! Wo mich aber  in den Aufstiegen der ersten Runde noch Leute überholten, war ich nun derjenige der am überholen war. Einteilung also doch tiptop zumal auch der Rest nicht im roten Bereich ging aber doch nicht mehr ganz nach Fahrplan auf den ich 6 min verlor. Der Wechsel in die Laufschuhe ging dieses Mal flott, ich hatte ja schon alles an... Nach kurzer Pipipause, ich hatte sicher 3 Liter getrunken, ging’s los ins Abenteuer (Marathon) vier mal 10,5 km! Für meinen Kopf sehr wichtig nicht an die Kilometer 1 - 42 zu denken, es sind einfach lockere 10,5 km Läufe da man sonst ja die 10 km volle Pulle laufen muss auf der Kurzdistanz... Wieder bewusst das Tempo etwas über 4.30 Schnitt drosselnd lief es super gut nach dem Radfahren. Ich kühlte mich weiterhin gut und trank viel. Der erste Gel war aber schon nicht mehr so genießbar, ich versuchte es danach mit einem anderen Geschmack der verteilt wurde. Dieser kam mir aber fast wieder hoch. Na ja, ich nahm zwischendurch halt eine Banane oder Orangenschnitze. Die erste Runde lief ich nach Plan unter 50 min. Auch die zweite verlief ohne große Probleme und so war ich mit 1h42 min für den Halbmarathon fast auf Kurs. Danach merkte ich, dass mir die Gels fehlten und Powerbar Iso konnte ich auch nicht mehr sehen. Unwohlsein machte sich bemerkbar und ich wusste nicht recht ob ich nun nochmals aufs ToiToi sollte oder nicht. Ich beschloss zu gehen, nur gerade dieses war nicht sehr freundlich und hatte kein Papier mehr, da gab es halt nur Pipistopp. Das Wetter zeigte sich ein bisschen einsichtig mit den Athleten und es kamen zwischendurch Wolken auf aber auch heftiger Wind. Ich hatte nun nach ca. 25 km meine erste richtige Krise. Mir tat eigentlich nichts weh aber mein ungutes Gefühl und Nahrungsaufnahme Verweigerung motivierten mich nicht wirklich. Ich konnte aber weiterhin ergonomisch laufen aber der 5 min. Schnitt war kaum mehr zu erreichen. Mein Biss den ich sonst hatte und den ganzen Tag irgendwie vermisste war ganz weg und die Frage warum ich mir das antue war sehr präsent. Die dritte Runde war vorbei und nun war ich doch schon fast auf dem Heimweg. Als ich dann endlich auch Lara beim dritten Kilometer kurz drücken und küsseln konnte wusste ich dass der Weg ins Ziel nun schnellstmöglich absolviert werden musste. Ich konnte wieder steigern und musste mir sagen dass sicher alle mit den Bedingungen zu kämpfen hatten und ihre Zeiten nicht erreichen würden. Am äußersten Wendepunkt Utoquai war dann endgültig die Heimreise angesagt und ich konnte die letzten drei Kilometer wieder unter 5 min./km Laufen. Die letzten ca. 700 m waren Genuss pur, die Zuschauer entlang der Stecke feierten die Athleten mit vier Kontrollbändel die auf den letzten Metern waren gebührend! Auch der Zieleinlauf entschädigt für all die Trainings und Aufwand den man betrieben hat. Glücklich und mit erhobenen Armen überquerte ich die Ziellinie um danach weiter hinten von meinen Liebsten und Supportern in Empfang genommen zu werden. Eine riesen Last und enorme Erschöpfung fällt auf einen nieder und man ist froh danach ein paar Minuten in der Ruhe der Gleichgesinnten zu duschen, etwas zu essen und eine Massage zu geniessen. Ein großes Danke gilt natürlich allen Freunden und Bekannten entlang der Strecke, ohne euch wäre der Tag nicht das Gleiche! Herzliche Gratulation unseren anderen TriMotions Andreas, Hani und Werner, YOU ARE ALL AN IRONMAN!!!

Nach zwei Wochen Ferien und Nichtstun in Ibiza freue ich mich nun sportlich auf die Halbironman WM in Las Vegas (8.9.13) wo ich diverse Schweizer Profis treffen werde und mich Marco Stadler begleiten wird. Zum Saisonende steht dann noch der Berlin Marathon (29.9.13)  zusammen mit Marco und den beiden Niggs an. Dort gilt es die magische drei Stunden Marke zu knacken.
 

 

Racebericht Thomas 70.3 Ironman 3.6.2012 

Mit sehr hohen Erwartungen aber gemischten Gefühlen ging ich diese Jahr in Rappi an den Start. Mein Ziel dieses Jahr ist klar der Ironman Frankfurt am 8. Juli und die Quali für Hawaii. Dieser Weg gestaltet sich aber bisher sehr steinig. Das Training zu intensivieren und mit der Arbeit zurückzufahren war das Ziel, was leider nicht ganz aufgeht. Zu hoch ist das momentane Arbeitspensum und die übrigen sonstigen Engagements. Was fehlt ist die Regeneration um den Körper auch weiter bringen zu können und dies spüre ich das erste Mal in meinem Sportler Leben sehr deutlich, man ist halt nicht mehr 20…

Nichtsdestotrotz ging ich als Wettkampftyp voll motiviert an den Start. Das Schwimmen lief gut und auch der optimierte Wechsel mit Schuhen in den Pedalen usw. lief super. Auf dem Weg nach Schmerikon waren meine Beine aber dann etwas gar leer. Den ersten Aufstieg musste ich bereits im ersten Gang fahren! Ich lies mich davon aber nicht beirren und so besserte sich die Sache mit den ersten Abfahrten und ich konnte schön Druck machen mit meinem neuen BMC TM01 und flog an den Gegnern vorbei… Die zweite Runde war dann praktisch gleich schnell wie die erste was mein Gefühl bestätigte. Die Zeit war ein bisschen hinter meiner Vorgabe aber nun kam nach einer kurzen Pinkelpause ja meine Disziplin wo ich diese Jahr den Unterschied ansetzten wollte. Ich lief sehr verhalten an um danach kontinuierlich steigern zu können. Daraus wurde aber vorerst nichts. Ich fühlte mich verspannt, der Magen wollte auch nicht so richtig. Ich hatte ziemlich zu kämpfen und mein Schnitt von 4.15/km war in weite Ferne gerückt. Nach 12 km machte ich Halt auf dem Toi Toi, so konnte es nicht weitergehen. Nun war ich befreiter und die Bouillon tat den Rest dazu. Ich konnte wieder auf mein gewolltes Tempo steigern und recht locker ins Ziel laufen. Zuerst enttäuscht über die deutlich verpasste Vorgabe, konnte ich im Nachhinein doch zufrieden sein mit der Art und Weise wie ich das Rennen über die Bühne gebracht habe, zudem war ich um 3 Sekunden schneller als letztes Jahr :-) Die Hausaufgaben bis Frankfurt sind nun definitiv klar, wenn ich meinem Körper die nötige Regeneration geben kann kommt’s gut, wenn nicht wird’s noch härter als es schon ist… 

 

 Racebericht Thomas Frauenfeld Triathlon 13.5.2012   

Der erste Wettkampf der Saison dient jeweils der Standortbestimmung. Obwohl mein diesjähriges Ziel der Ironman Frankfurt ist, möchte man natürlich auch wissen was man auf der Kurzstrecke drauf hat.Das Schwimmen verlief ganz gut, hätte schneller sein können aber das kann man ja immer sagen. Danach wollte ich vor allem die Wechsel optimieren. Die Veloschuhe habe ich deshalb bereits in den Pedalen montiert und mit Gümmeli horizontal befestigt. Brille, Nummer und Helm auf und schon geht’s barfuß aus der Wechselzone. Da es hier zuerst bergauf geht, beschloss ich bis aufs Flache zu laufen und erst danach aufzusteigen. Dies klappte ausser in die Schuhe schlüpfen schon recht „professionell“.Mit dem Radabschnitt bin ich eigentlich auch zufrieden. Ich muss mich noch mehr mit meinem neuen BMC verschmelzen können und die Sitzposition weiter optimieren. Bis zum Ironman sollte dies aber hinhauen. Ansonsten hatten wir nur den Wind als Gegner und der blies wirklich nicht zu knapp.Der Wechsel aufs Laufen ging dann super schnell und ebenso der Lauf. Nach den ersten zwei Runden konnte ich nochmals zusetzen und mit neuer Laufbestzeit in Frauenfeld als 10. in der AK über die Ziellinie laufen.Gratulation an alle anderen TriMotions für ihre Leistungen. Speziell aber Barbara die ihren ersten richtigen Wettkampf nach der Babypause schon fast wieder so schnell wie zu ihren besten Zeiten absolvierte. Zudem muss ich im Schwimmen aufpassen, dass sie mich nicht schon bald überschwimmt :-)