Götz Barbara, Geb. Datum 17.4.1980

Kurz- bis Ironman Distanz 

 

Motto: Lebe für deine Träume und kämpfe für deine Ziele

Sportliche Stellung: Triathletin aus Leidenschaft zu diesem vielseitigen Sport. Angehende Kids Schwimmlehrerin.

Erfolge: Finisher Ironman Switzerland 2008 / 3 x Finisher 70.3 Ironman Rapperswil 

Ziele: Kurzfristig: Mit der begrenzten Trainingsmöglichkeiten als Mami trotzdem jedes Jahr etwas schneller werden. Langfristig: Irgendwann nochmals einen Ironman finishen plus irgendwann im Leben den New York Marathon laufen.

Racebericht Barbara Ironman Switzerland 2017

Da war er nun also, der grosse Tag auf den ich mich 8 Monate lang vorbereitet hatte. Ich freute mich unheimlich auf den IM Switzerland, mein zweiter nach 9 Jahren.

In den letzten Wochen der Vorbereitungen lief nicht alles ganz nach Plan… 5 Wochen vor dem Start habe ich mir die Bänder beim Sprunggelenk gerissen und wusste bis zum Schluss nicht sicher ob es reichen würde für den Marathon. Ich wusste aber dass ich am Start stehen werde, komme was wolle!

Die letzten 36h vor dem Startschuss kämpfte ich mit einer hässlichen Migräne und musste einiges an Tabletten nehmen… was sich später noch rächen würde. Ich war natürlich etwas nervös aber dies legte sich nach dem Startschuss sehr schnell und ich kam genau nach Plan aus dem Wasser ohne hohen Energie Verbrauch. Auf dem Rad fühlte ich mich von Beginn an super und konnte eine ziemlich schnelle erste 90km Runde absolvieren. Die Stimmung auf dem Heartbreakhill war einfach gigantisch! Man fliegt fast hinauf! Meine Fans zu sehen war eine super Motivation! Meine erste Runde war zu schnell für meine Supporter, Thomas und Lara, und ich musste tatsächlich bei der Verpflegungsstelle auf sie warten… (hab ich gerne gemacht, es war schön euch zu sehen;-)) Auf der zweiten Runde kämpften wir dann alle mit Gegenwind auf den 30km Seestrasse was die Pace deutlich sinken lies. Auch hatte ich vielleicht etwas viel Kraft verbraucht auf der ersten Runde. Ich fühlte mich aber weiterhin gut. Bis sich dann bei ca KM 125 mein Darm meldete... ich fing an mit Bauchkrämpfen zu kämpfen und musste den Kraftaufwand verringern damit ich es irgendwie bis zum nächsten Toitoi auf dem Pfannenstil schaffte. Ich weiss jetzt wie hässlich es sich anfühlt zu wissen, dass man gleich in die Hose macht aber keine Toilette weit und breit! Von diesem Moment an kämpfte ich mit schlimmem Durchfall und verbrachte einiges an Zeit auf den Toitois... Auf der Forch angekommen freute ich mich meine Supporter und Familie zu sehen und bekam gleich noch eine Abkühlung in Form von Flaschendusche mit auf den Weg. (Danke Tom) Und natürlich musste ich den Rückstand erklären... haha... Die zweite Durchfahrt am Heartbreakhill ist jeweils Welten von der ersten entfernt da sich die meisten Zuschauer schon zur Wechselzone bewegt haben. Umso schöner war es Livia nochmals oben anzutreffen inklusive Taschentuch.. Danke! :-) In der Wechselzone angekommen freute ich mich auf den Marathon. Leider hielt die Freude nicht so lange da ich weiterhin dieselben Probleme hatte. Langsam wurde mir klar, dass es sich wohl um die Quittung der vielen Migränemedis handeln musste... Gemein war, dass ich sehr gute Beine hatte und mir bewusst war dass ich eine gute Zeit laufen könnte.. nur konnte ich über 20km nichts mehr gross an Nahrung aufnehmen, was die Situation nicht vereinfachte... irgendwann bekam ich von einer guten Fee (danke liebe Eva!!) ein Immodium welches mich rettete. Kaum war mein Bauch ok blockierte mein Knie. Vermutlich eine Fehlbelastung meines Bänderrisses. Ich musste immer wieder einige Minuten laufen da ich nicht mehr auftreten konnte... hatte aber noch 18km vor mir... in solchen Momenten leidet man zusammen mit den anderen, ebenfalls spazierenden Athleten… man unterhält sich über alles Mögliche, was ganz lustig sein kann... schön ist, dass das Publikum einem immer noch Vollgas motiviert:-) es gab Leute die fragten mich ob ich in dieser Situation ans Aufgeben dachte... auf keinen Fall, aber mir war bewusst dass der Tag etwas länger werden würde als ursprünglich geplant.

Als ich schliesslich ins Ziel kam war ich überglücklich auch wenn ich mein persönliches Ziel nicht ganz erreicht habe.

Aber wie mir mein Coach so schön gesagt hat; eine wahre Ironwoman zeichnet sich aus in dem man sich aus solchen Krisen rausholen kann... Die Emotionen eines solchen Zieleinlaufs sind unbeschreiblich, man muss sie erlebt haben... die ganzen investierten Stunden gehen einem in diesem Moment nochmals durch den Kopf.

Ich möchte mich ganz herzlich für jegliche Unterstützung, bei all den unermüdlichen Supportern (ein spezielles Danke an Tom und Lara für alles) und Helfern bedanken, ihr seid einfach genial!!! Es war so schön euch immer wieder irgendwo an der Strecke zu sehen! Ich freue mich bereits auf den nächsten Ironman!!



Halbironman Rapperswil 1.6.14 Barbara

Nach 5 Jahren Pause wagte ich mich dieses Jahr wieder einmal an eine Mitteldistanz.

Da mein Trainingspensum als Mami natürlich bedeutend geringer ist war das Trainingslager auf Mallorca Anfang Mai auch die einzige Möglichkeit mich so richtig aufs Trainieren zu konzentrieren und auch mal länger als 2h auf dem Rad zu sitzen. Und dies hat sich dann glücklicherweise auch ausbezahlt J

Der See war wie fast jedes Jahr sehr kalt, mit 16 Grad aber gerade genug „warm“ um die ganzen 1.9km zu schwimmen. Anfangs wars schon sehr frisch aber schon bald hatte ich die Kälte vergessen und stieg planmässig nach 35 min aus dem Wasser. Für mich war die Situation mit den Wechselsäcken und Wechselzelt eine Premiere und da gibt’s bestimmt noch etwas Verbesserungspotenzial. Dann gings aufs Rad, meine „Angst Disziplin“. Mit meinem neuen Cervelo bin ich aber ziemlich sicher unterwegs und ich geniesse das Radfahren wieder vielmehr! So auch an diesem Sonntag in Rapperswil J Ich machte die 90km in einer für mich erstaunlich guten Zeit! Hatte ich doch bei den vielen Abfahrten mit ca 3h25 gerechnet, fuhr ich bereits nach 3h09min in die Wechselzone. Ich hatte die ganze Zeit ein ziemlich gutes Gefühl. Die Aufstiege machten Spass, die langen Geraden sowieso und die Abfahrten schaffte ich, wenn auch im Schneckentempo, auch irgendwie J Das einzige was mir etwas Mühe machte waren die Rückenschmerzen und aufsteigende Migräne.. Der Rücken entlastete sich aber sobald ich vom Rad stieg und erstaunlicherweise wurde auch der Kopf besser während des Laufens. Mit der tollen Unterstützung am Strassenrand war ich die ersten 5km sehr zügig unterwegs. Dann wurde es aber wärmer und wärmer.. und strenger und strenger.. nach ca 12km begann ich zu leiden.. und ich wusste wieder warum ein 70.3 kein Spaziergang ist. Ich denke aber dass sich in diesem Moment meine Erfahrung auf dieser Distanz ausbezahlte und ich deshalb die Laufstrecke mit einer tollen Zeit von unter 1h43min beenden konnte. Der Zieleinlauf war Hühnerhaut total! Ich war unglaublich happy über meine Leistung und über einen Tag an dem ich vor allem eins hatte: SPASS am Triathlon!! :-)

Vielen, vielen Dank für die Unterstützung an der Strecke! Es war für mich ein wunderschöner Tag welcher mit einer unerwartet guten Zeit und mit sehr viel Freude belohnt wurde :-)

 

 

Wallisellentri Staffel 13.4.14

Die Trimotions waren erneut auf dem Podest :-)

Ernst hatte mich vor einiger Zeit angefragt ob wir eine Staffel in Wallisellen machen würden. Da es an diesem Wettkampf sowieso meistens regnet (ausser dieses Jahr) war ich sofort bereit dazu. Unser Team traf sich also am Sonntagmorgen. Verstärkt wurden wir von Claudio als Läufer. Wie immer ging es etwas hektisch zu und her und ich war gerade noch 30 Sekunden vor meinem Start am Beckenrand. Das Schwimmen verlief ganz gut bis auf einen Zusammenstoß welcher in die Geschichte „non fairplay“ eingeht.. Egal ich hab mich dann nicht beirren lassen und bin weiter geschwommen. Allerdings wäre die Reihenfolge der Startintervalle noch verbesserungsfähig damit nicht diverse Brustschwimmer überholt werden müssen.

Nach einer soliden Schwimmleistung setzte sich Ernst aufs Rad und spulte die 17km in einem unglaublichen Tempo ab. Resultat war die beste Radzeit! Gratulation! Er kam dann auch dementsprechend erledigt in die Wechselzone und übergab an Claudio. Dieser hatte mächtig trainiert und sicherte uns mit einem super Lauf den 3. Schlussrang!

Es war echt cool mal auf einem Triathlonpodest zu stehen. Wir haben beschlossen dass dies nicht das letzte Team-Podest für dieses Jahr gewesen ist J Frauenfeld, wir kommen :-)

Wünsche euch eine tolle Saison!

 

 

Bericht Barbara Uster 25.8.13

Leider sollte es nicht mein Tag werden am Uster Tri.. Ich hatte in der Vorbereitungswoche mit einer kleinen Grippe zu kämpfen. Da ich ja aber bekanntlicherweise angemeldete Events wenn immer möglich durchziehe, stand ich dann auch am Sonntag an der Startlinie. Während des Schwimmens hatte ich das beklemmende Gefühl als würde ich demnächst untergehen.. aber eben nur fast J auf dem Rad nahm ichs dann ziemlich gemütlich; gerade da es auch noch leicht anfing zu regnen. Bei der Abfahrt nach Maur zischte plötzlich Werner an mir vorbei als würde er verfolgt.. er im Gegenzug hat sich wohl gedacht was ich da für ne Pause mache am Strassenrand.. aber eben.. das sind wohl die ca 20 km/h Unterschied die da einfach momentan sind.. Leider zahlt sich meine Radleistung diese Saison dann eben auch ziemlich negativ auf das Totalergebnis aus.. Und an diesem Tag konnte ich auch mit dem Laufen nicht mehr viel retten.. denn spätestens dort musste ich meinen Start büssen und die Erkältung machte sich ganz klar bemerkbar. Egal, es ist wie es ist.. Uster wird wohl nie mein bestes Rennen werden und mehr lag dieses Jahr einfach nicht drin.

Nun freue ich mich auf die Langlaufsaison und auf mein neues, bestelltes Bike, welches mir hoffentlich mehr Glück bringen wird :-)

 

 

Racebericht Barbara Zürich 27.7.13 

Schon lange hatte ich mich auf den 27.07.2013 gefreut! Nach 3 Jahren endlich wieder die olympische Distanz auf meiner Lieblingsstrecke! Doch die Vorbereitungen standen irgendwie unter einem schlechten Stern.. Eine Woche vor dem Start bin ich im Velotraining erneut gestürzt.. Ich hatte Glück im Unglück und kam mit einem Beckenschiefstand und einigen Prellungen und Verstauchungen im Rücken und Schulterbereich davon. Deshalb habe ich mich dann auch entschieden zu starten, trotz den Schmerzen. Die Hitzewelle war zwar unschön aber die Bedingungen sind ja für alle gleich :-)

Mit getapter Schulter ging das Schwimmen ohne Neo super gut und ich kam ziemlich weit vorne aus dem Wasser. Die meisten Räder standen noch in der Wechselzone. Auf meiner „Problem Disziplin“ habe ich dann leider ziemlich viel Zeit verloren und auch ganz viele Ränge eingebüsst.. aber das war nicht anders zu erwarten.. Nach dem erneuten Sturz war ich wieder sehr unsicher. Wer mich den Heartbreak Hill runterfahren sah der weiss was ich meine J Jedenfalls wars schon auf dem Rad brutal heiss.. Ich kühlte meinen Kopf und Körper mit so viel Wasser wie nur irgendwie möglich.. Der Wechsel auf die Laufstrecke ging dann ziemlich flott. Allerdings machte sich nach 2-3km, wie bei allen, die Hitze klar bemerkbar. Es war bestimmt 40 Grad. Und das war wohl für jeden eine grosse Herausforderung. Spitzenzeiten lagen da nicht mehr drin. Bei jeder „Tankstelle“ galt es Körper kühlen und trinken, trinken, trinken. Für mich doch ziemlich ungewohnt. Irgendwann war es schliesslich nur noch ein Kampf ins Ziel. Es war ein ganz spezielles Erlebnis einen Triathlon unter solchen Bedingungen zu finishen. Die Schlusszeit war bestimmt nicht meine Beste aber mit der Rangierung bin ich durchaus zufrieden -:)

 

 

Racebericht Barbara Sempach 30.6.13

Relativ spontan hatte ich mich entschieden am Sempachersee Triathlon teil zu nehmen. Die kurze Distanz dachte ich mir könnte ein ideales comeback auf die Wettkampfstrecke sein. Und so war es dann auch.

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach meinem Unfall durfte ich wieder erleben was es heisst Spass am Triathlon Sport zu haben.

Das Schwimmen mit Neopren sagt mir ja leider nicht wirklich zu; trotzdem habe ich mein nigelnagelneues Teil angezogen da alle anderen auch mit Neo dagestanden haben. Zudem war es Einzelstart und somit kein Gedränge im Wasser. Ob sich dies allerdings auf meine Schwimmzeit positiv auswirkt sei dahin gestellt.. Wirklich zufrieden bin ich damit nämlich nicht; ich kann leider noch nicht wirklich das Training im Wettkampf umsetzen.

Der lange Weg vom Schwimmausstieg in die Wechselzone ist mir unendlich vorgekommen.. (was er auch war) Ich war nun wirklich auch angespannt wie ich mich auf dem Rad fühlen würde. War ich schon bereit dafür? Die Trainingskilometer fehlen mir sicherlich; aber heute hat allein das Gefühl gezählt. Und dieses war gut! Natürlich habe ich nach wie vor sehr viel Respekt aber das wird sich hoffentlich im Laufe der Zeit noch etwas legen. Meine Radzeit zu kommentieren lasse ich deshalb auch weg.

Die wenigen Male welche ich auf dem Rad trainiert hatte, habe ich jeweils gerade für ein Wechseltraining genützt. Und dies hat sich ausbezahlt. Ich fühlte mich von Anfang an sehr gut auf der Laufstrecke und konnte mit einer pace von 4min27 auf den Kilometer eine neue PB laufen. Das war echt cool!

In diesem Bericht möchte ich einfach mal erwähnen wie glücklich und dankbar ich bin, dass ich heute überhaupt wieder an diesem sportlichen Punkt stehe. Wie viele von euch vielleicht wissen war nie klar ob ich nach meiner Verletzung jemals wieder einen Wettkampf absolvieren kann da mir vorallem die Stellung auf dem Rad teilweise sehr zu schaffen macht. Auch möchte ich hier einmal die Gelegenheit nutzen allen von ganzem Herzen zu danken die mir in dieser nicht einfachen Zeit auf irgendeine Weise geholfen oder mich unterstützt haben.

VIELEN VIELEN DANK, ES TUT GUT MENSCHEN WIE EUCH IN MEINEM LEBEN ZU HABEN!!

 

 

Racebericht Barbara Greifenseelauf 2012

Versöhnlicher Saisonabschluss… Diese Worte treffen wohl das Gefühl nach dem Greifenseelauf richtig.

Nach meinem Bikeunfall am 30.6.2012 und der schweren Hand/Arm Verletzung war meine Saison ja zu Ende bevor sie richtig starten konnte.. Und ich glaube es wäre eine erfolgreiche Saison geworden.. Ich war wieder auf einem Niveau welches sich sehen lassen konnte. Doch leider kam es ja anders und ich musste mich einer total unbekannten und schwierigen Lebenssituation stellen. Die Folgen des Sturzes waren ein grosser Einschnitt in meinen Alltag und ich musste lernen Verschiedenes zu akzeptieren und Hilfe anzunehmen. Noch kann mir niemand sagen welcher Bewegungsumfang/Belastungsgrad meines Handgelenkes in Zukunft für mich wieder möglich sein wird.. aber ich versuche auch dies zu akzeptieren und jeden Tag daran zu arbeiten um ein möglichst positives Resultat zu erreichen.

Die 21.1km am Greifenseelauf waren dann auch kein Thema aber ich beschloss über die 10km an den Start zu gehen. Eigentlich hatte ich nicht unbedingt ein tolles Gefühl in den Wochen davor. Aber ich wollte mein Bestes geben und wenigstens noch ein Rennen diese Saison bestreiten. Und es lief unerwartet super. Vom ersten Kilometer an fühlte ich mich stark und konnte die Pace beinahe die gesamten 10km durchziehen. Ich bin happy dass ich in der Zeit von 47.30 finishen konnte. Für mich persönlich war dies ein wichtiges positives Schlussergebnis nach einem Sommer welchen ich gerne anders in Erinnerung behalten würde.

 

Racebericht Barbara Zyttrum Triathlon 17.6.2012

Endlich war er da; der Tag meiner Rückkehr auf die olympische Distanz.. Nach fast 3 Jahren. Ich freute mich sehr darauf! Leider war ich die Tage davor am kränkeln; was mich aber nicht am Start hindern sollte.

Vor lauter Girlsgequatsche mussten wir uns beeilen dass wir den Neopren noch rechtzeitig am Körper hatten..

Das Schwimmen verlief ganz gut. Ich hatte mich leider etwas schlecht positioniert und dadurch auch einige Kopfschläge einstecken müssen.. Aber ich gewöhnte mich relativ schnell wieder an die bekannte Situation und kam nach knapp 30min aus dem Wasser.

Der Wechsel aufs Rad ging relativ gut und ich freute mich auf eine flache, schnelle Radstrecke. Die 40km in der Aeroposition hatte ich aber etwas unterschätzt.. Vorallem die Nahrungsaufnahme gestaltete sich nicht ganz einfach. Da will nix so richtig runter rutschen.. Nach ca. 10km rauschte Ernst an mir vorbei.. Wie eine Rakette!! Einige Kilometer später kam eine ganze Gruppe; ich fühlte mich wie an einem Radrennen und war über das Windschatten fahren sehr verärgert.. Dementsprechend hörte man nicht so nette Worte von mir.. Meine Beine waren ok aber natürlich spürte ich dass ich nur wenige Trainingskilometer hatte.

Dann der Wechsel aufs Laufen.. Jetzt kam der Hammer.. Von der ersten Minute an waren meine Beine schwer wie Blei.. Jeder Schritt eine Qual.. Und der Blick auf die Uhr bestätigte meine Befürchtungen.. Selbst wenn ich gewollt hätte.. Ich konnte nicht schneller. Noch nie hatte ich sowas an einem Triathlon erlebt. Die Überquerung der Ziellinie war schlussendlich eine Erlösung.

Zufrieden bin ich nicht wirklich; jedoch hat mir dieser Wettkampf gezeigt dass ich das Ganze etwas lockerer ansehen muss und mir keine Zeiten vornehmen darf. Einmal mehr eine Lehre, dass das Leben dir vorgibt was möglich ist mit dem minimalen Aufwand..

 

Racebericht Barbara 70.3 Ironman 3.6.2012

Der  Tag startete mit unerwartet speziellen Gefühlen für mich. Nach zwei  Jahren ohne mitzumachen an diesem Event war dies nun die erste Teilnahme  als „Nicht Einzelathletin“. Ich habe diesen Event 3x bestritten und nun  war ich hier als Teilnehmerin des Staffel Wettkampfes Triathlon  Challenge. Ich muss ganz ehrlich zugeben; ich hatte zu beginn etwas Mühe  und musste mich an die neue Situation gewöhnen.

Mit  dem Startschuss unseres Schwimmers Marco war ich dann aber voll und  ganz in Gedanken bei meinem Team! Marco kämpfte sich durch die Wellen  und schwamm eine tolle Zeit! Er übergab an Ernst, der doch ziemlich  nervös war vor seinem ersten Ernstkampf seit längerer Zeit. Das war  richtig herzig :-) Irgendwann mussten wir dann erfahren dass er gestürzt  war und wir waren geschockt!

Im  ersten Moment wussten wir nicht wie es ihm geht und was los ist. Marco  ging dann zum Medical Zelt und bekam die Information dass man nichts von  einem Sturz wüsste. Somit könne es nicht alzu schlimm sein und er sei  vermutlich weiter gefahren.

Somit  hielt ich mich bereit für die Übergabe. Und Ernst kam tatsächlich, wenn  auch etwas wacklig auf den Beinen. Hier schon mal ein riesen Kompliment  fürs Durchhalten!

Püntklich zu meinem Start begann sich Petrus von seiner übelsten Seite zu zeigen. Es regnete nicht nur; nein es stürmte!

Dazu  kam meine anfängermässige Vorbereitung; ich ass 1.5h vor dem Start  einen Teller Pasta (als würde ich meinen ersten Wettkampf bestreiten)..  nun ja, die Napolisauce verdaute ich noch 6km lang.. dann wurde es  besser. Auf Grund des Wetters musste ich aber mit beinahe Krämpfen  kämpfen. Egal, als ich ca 1km vor dem Ziel auf die Uhr schaute war ich  sehr erstaunt.. Und tatsächlich; ich verpasste meine PB nur um 2  Sekunden!!

Bin  total stolz auf unser Team! Wir haben gegen Wellen, Stürze und Wetter  gekämpft! Und ohne Ernst Sturz hätten wir wohl die Top 10 erreicht :-)  Danke Jungs, ihr seid genial!!

 

Racebericht Barbara Frauenfeld Triathlon 13.5.2012 

Nun war es also soweit. Der erste Wettkampf der Saison stand vor der Tür. Frauenfeld zählt ja nun wirklich nicht zu meinen Favoriten.. und dann regnet es ja auch jedes Jahr.. Aber dieses Jahr war alles anders..

Das Wetter war eigentlich perfekt. Wenn nur der Wind nicht gewesen wäre.. Für mich war es eine Art Generalprobe für die olympische Distanz. Bin ich nach der Mamipause wieder richtig fit?

Das Schwimmen lief sehr gut. Ich konnte sogar PB schwimmen. Eigentlich interessant da ich nur noch 1x pro Woche trainiere.. Der Wechsel war auch ok und schon sass ich auf dem Bike. Nun kommt ja gleich zu Beginn wenn man noch so richtig ausser Atem ist der schöne, fiese Aufstieg welcher nicht enden will. Dieses Mal habe ich es allerdings als nicht so tragisch empfunden. Ich dachte an die längere Veloausfahrt in der Toscana auf den Monte irgendwas.. da war das hier ja ein Klacks! Leider kam aber der böse Gegenwind hinzu welcher mir das Leben schwer machte. Somit waren die 34km schon ein ziemlicher Kampf. Man hat das Gefühl man fährt ständig hinauf oder dann gegen den Wind.

Ich wechselte dann doch schon etwas müde auf die Laufstrecke. Dort brauchte ich fast 2 Runden bis ich meine Zehen wieder spürte.. die hatten etwas gelitten auf dem Rad. Die 7km waren hart aber ich biss mich durch und konnte auch hier PB laufen.

Schlussendlich bin ich mit meiner Gesamtzeit sehr zufrieden da ich sagen kann ich bin sozusagen auf dem Stand von 2009. Und das ist wirklich erstaunlich!

Nun freue ich mich auf die erste olympische Distanz in Zug.